Kapitalmaßnahme erfolgreich umgesetzt

10.12.2020

Nach fast zweijährigen Verhandlungen und höchst intensiven Vorbereitungen konnte die Reederei nunmehr eine große Kapitalmaßnahme zur Ablösung einer bisherigen Flottenfinanzierung für 10 Schwergutschiffe erfolgreich zum Abschluss bringen.

Die in zwei Größenklassen (8.000 und 10.000 tdw) unterteilte Flotte war in den Jahren 2006 bis 2010 auf der portugiesischen Werft Estaleiros Navais de Viana do Castelo S.A. (ENVC) für die Reederei Jüngerhans gebaut worden. Das Fremdkapital für alle Schiffe war ursprünglich von einer Bank  gestellt worden deren erklärtes Ziel es war,  ihr Kreditbuch um ihre sämtlichen Schiffsfinanzierungen zu bereinigen. Mehrere Anläufe der Bank, die Darlehen abzubauen, darunter der Verkauf eines kundenübergreifenden Kreditportfolios von über 40 Schiffen, konnten zuvor nicht umgesetzt werden.

Die Reederei hatte unterdessen unnachlässig eine eigene Lösung für die Flotte vorangetrieben. Und so konnte zum Jahreswechsel 2019/2020 eine kommerzielle Einigung über die Ablösung seitens der Bank getroffen werden. Diese Transaktion hätte daraufhin im Frühjahr d. J. umgesetzt werden sollen. Das dafür notwendige Kapital war aus dem Gesellschafterkreis zugesagt und auf ein Treuhandkonto eingezahlt worden. Allerdings wurde die noch unter einem Gremienvorbehalt stehende Kreditzusage nicht eingelöst, da die zuständigen Kreditgremien der Bank vor dem Hintergrund des Lockdowns im Zuge der aufkommenden Corona-Pandemie sämtliche Kreditentscheidungen für mehrere Wochen ausgesetzt hatten. Damit geriet die Transaktion ins Wanken und die Bank forcierte nunmehr eine sukzessive Verwertung ihrer als Sicherheiten hinterlegten Schiffe.

Im Zuge weiterer Verhandlungen gelang es jedoch, zwei regionale Banken für die Finanzierung zu gewinnen. Zusammen mit dem neu eingebrachten Eigenkapital sehen die technisch hochwertigen Schiffe in einer wirtschaftlich deutlich verbesserten Situation einem derzeit wieder steigenden Marktniveau entgegen.

Die gesamte Schwergutflotte der Reederei ist nun durch neue Finanzierungen wieder wirtschaftlich solide und für die Zukunft tragfähig aufgestellt.